Köppel hadert
Es scheint Herrn Roger Köppel langsam zu dämmern:
Verheerender Saisonstart in Bern. Das alte Jahr ist zu Ende, die guten Vorsätze sind vergessen. Bundesrat Couchepin lanciert die Saison mit einer Erhöhung der Tabaksteuern. Die neue Kollegin Widmer-Schlumpf, nichts Neues, setzt sich über die Wahlversprechen ihrer SVP hinweg und will kein neues AKW bauen. Sie stellt das Interesse ihres Heimatkantons, der mit Wasserkraft viel Geld verdient, vor die Bedürfnisse der Schweiz, die mit alternativen Energien nicht zu decken sind. Noch vor Weihnachten stimmten geschlossen alle SVP-Ständeräte in krasser Missachtung ihres Parteiprogramms geschlossen für eine angeblich befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer, um die grösser werdenden Lücken in den IV-Kassen auszugleichen. Noch jede befristete Steuer ist in der Schweiz zum Industriestandard verstetigt worden. Was zeigen die Beispiele? Erstens: Die Regierung masst sich scheibchenweise mehr Macht an, um ihren Bürgern Geld abzunehmen. Zweitens: Es ist in Parlament und Bundesrat kein Wille sichtbar, die Sozialwerke wirklich zu sanieren, man schüttet die Probleme lieber mit Geld zu. Drittens: Die theatralisch als Vertrag mit dem Volk inszenierten Versprechen, mit denen die SVP im letzten Oktober die Wahlen gewonnen hat, gelten nicht für Bundes- und Ständeräte. Die ersten Signale zur Eröffnung der politischen Saison 2008 in Bern sind verheerend. Der öffentliche Sektor expandiert, die Classe politique schaut für sich. Das Volk wird über den Tisch gezogen.
Mir scheint, da hadere einer mit seiner jüngeren Vergangenheit.
