Hans Kaufmann: “Kauft nicht bei Deutschen”

Martin Müller am 15.03.2009 @ 12:34

Irgenwoher kennen wir das doch schon. Allen ernstes erwägt der SVP-Finanzspezialist Hans Kaufmann einen Boykottaufruf gegen den Kauf deutscher Autos. Nun, seinem Copin, dem Autoimporteur Walter Frey, wird das kaum viel ausmachen. Schliesslich vertreibt der neben BMW und Opel auch noch Alfa Romeo, Aston Martin, Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Corvette, Daihatsu, Dodge, Fiat, Ford, Hummer, Jaguar, Jeep, KIA, Lancia, Land Rover, Lexus, Mini, Mitsubishi, Piaggio, Saab, Subaru, Suzuki, Toyota und Volvo. Ob aber der kleine Audi-, BMW oder Opel-Garagist seine Stimme nächstes mal noch der SVP gibt?

    

So kommt Blocher wieder an die Macht

Martin Müller am 25.11.2008 @ 15:00

Prophezeiungen haben die negative Begleiterscheinung, sich öfter mal nicht zu erfüllen. Wer prophezeit, geht demnach ein höheres Risiko ein, als der Schweiger. Gibt dem Propheten die Zukunft aber recht, so erntet er natürlich grössere Bewunderung, als jener, der im Nachhinein behauptet, er hätte es ja schon immer gedacht. Prophezeien ist also eher was für Liberale, die mit dem Risiko des Scheiterns umzugehen wissen. Prophezeiende Sozis gibts zwar auch, doch was in der Regel passiert, wenn die scheitern, darauf wollen wir an dieser Stelle nicht näher eintreten.

Nun, ich versuch es auch mal wieder: Die Strategie der SVP in der Causa “Blocher & Bundesrat” scheint mir klar. Mit Blocher als Drohkulisse einen der ihm nahestehenden Hardliner wählen lassen. Worauf sich dieser dann Blocher als persönlichen Mitarbeiter nimmt. Et voilà! So einfach ist das. Gut, das q.e.d. muss in diesem Fall noch etwas warten.

    

Blöde Statuten

Martin Müller am 18.11.2008 @ 19:12

Und wie sie allenthalben spekulieren. Doch an eines haben die vielen Blogs und Medien noch nicht gedacht. An die Demütigung^2. Und das geht so: Da wird nun von mir aus der Blocher Christoph und der Maurer Ueli im Zweierticket präsentiert. Dann wählen die Damen und Herren National- und Städeräte der anderen Parteien den Brunner Toni. Und schwups, ist die SVP nach ihrem Tycoon und Bundesrat auch noch den Parteipräsidenten los. Weil der ja schliesslich aufgrund der neuen Statuten automatisch ausgeschlossen wird. Schön blöd, solche Statuten, gell?

    

Die Lieberalen

Martin Müller am 2.06.2008 @ 19:49

Zurzeit durchwandert ein Begriff die Medien aller Macharten: Der von den "liberalen SVPlern." Damit sind dann jene gemeint, die ihr Amt den Hardlinern der SVP Schweiz verdanken, aber halt doch lieber lieb und nett nach allen Seiten wären und die sich nun mit grosser Wahrscheinlichkeit abspalten. Dabei handelt es sich in aller Regel um Bernische Pfündisten, Bündner Etatisten und sonstige Komunalsozialisten. Haben Medien nun eigentlich die Aufgabe, Begriffe neu zu deuteln oder nicht doch eher Begriffe korrekt zu vermitteln? Bei der SVP gab es noch nie Liberale, gibt es keine Liberalen und wird es nie Liberale geben. Höchstens mal den einen oder anderen Lieberalen. 

    

Sämi, der Meuterer

Martin Müller am 16.02.2008 @ 17:31

«Wenn einer nicht spurt, dann muss er gehen», sagt Lukas, der Lokomotivführer Sämi, der Bundesrat. Doch nicht etwa als Führungsgrundsatz in seinem Restbestand an Teilzeitlegionären, oder gar im VBS. Sondern als Kritik an seiner Partei. Was glaubt denn der smarte Herr, wie eine Organisation zu führen ist, in der einer, der wie er partout nicht spurt, einfach bleiben darf?

Sämi, der Bundesrat muss nun ganz genau überlegen, ob er auf das kürzliche Asylangebot der FDP einsteigen will. Denn auch da lautet schliesslich die neuste Losung: Wer nicht spurt, ist ein Meuterer und wird von Bord gejagt.

    

Verpasste Chance für die FDP?

Martin Müller am 15.01.2008 @ 17:37

Seit dem 12. Dezember 07 taumelt die SVP in einem bis da völlig unvorstellbaren und unerwarteten Ausmass und stolpert von Missgeschick zu Fettnapf und wieder retour. Der Start in die Opposition ist für den neuen Präsidenten Toni Brunner mit einer Hypothek beastet: Die von ihm geführte St. Galler Kantonalpartei brachte nicht mal das Oppositionswerkzeug schlechthin, die Volksinitiative, erfolgreich zum Einsatz.

Und was macht da Herr Pelli mit der FDP daraus? Nichts. Schlichtweg nichts. Die FDP-Geschäftsleitung befindet sich seit Wochen auf Tauchstation. Der Präsident lässt via Sonntagszeitung lediglich seine persönlichen Befindlichkeiten verlauten. Und in der MZ widersprechen sich in einer losen Serie die Mitglieder der Berner Deputation diverser Kantone und jeder gibt sein ganz persönliches Rezept, was zu tun wäre, zum Besten. Puzzleteile, die sich beim besten Willen nicht zu einem Gesamtbild zusammsetzen lassen.

Ein paar Tage bleiben sicher noch, bis die SVP ihre Strategie fertig gezimmert hat. Da kann noch immer etwas passieren. Allein mir fehlt der Glaube.

    

Blocher ist nicht mein Problem

Martin Müller am 6.01.2008 @ 20:45

Natürlich finde ich es in gewisser Weise schade, dass Herr Blocher als Bundesrat abgewählt wurde und wie das inszeniert wurde, ist unter jeder Kanone. Aber deshalb muss ich doch noch lange nicht meinen Blog mit täglichen Missmutbezeugungen zumüllen. Ich finde, die FDP hat genug eigene Probleme. Gleichzeitig hoffe ich, damit alle Anfragen zu diesem Thema beantwortet zu haben.

    

Politiker-Kreuzfahrt

Martin Müller am 20.11.2007 @ 23:12

National- und Ständerat befinden sich auf einer Kreuzfahrt durch die bitterkalte Nordsee, als das Schiff zu sinken beginnt. Der Kapitän gibt den Befehl, zu Evakuieren. Nach zehn Minuten meldet der Erste Offizier, dass keiner von Bord wolle. Da tritt der Kapitän selbst vor die Leute und nach zehn Minuten sind ausser den FDPlern alle von Bord. "Wie haben Sie denn das geschafft?" fragt der Erste Offizier. "Nun, die FDPler waren sich nicht einig, wer das Rettungsboot steuern darf. Bei den anderen wars einfach!" sagte der Kapitän. "Den Grünen sagte ich, das sei gegen die Klimaerwärmung, den Sozis, es sei schick, den CVPlern, es sei für die Familie, und den SVPlern, Blocher habe es befohlen."

    

Es wird eng für Ueli Maurer

Martin Müller am 15.11.2007 @ 00:26

Die Umfrage ergibt ein Kopf an Kopf Rennen im zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen. Bereits werden die Bollwerke aufgefahren für den Fall, dass es Ueli Maurer nicht schafft. Auf Seite der Freisinnigen muss der zweite Ueli, der Schlüer herhalten als Grund, weshalb Diener beliebter sein soll. Die andere Seite gibt sich moderat und appelliert an die Fairness der Freisinnigen. Und doch ist der Grund ganz woanders zu suchen: Der diktatorische Auftritt des kantonalen SVP-Präsidenten Hansjörg Frei bem Austausch seines Ständeratskandidaten bleibt bei vielen Freisinnigen unvergessen: "Entweder Unterstützung von Mauerer plus Listenverbindung, oder wir gehen alleine." So geht man nicht mit jemandem um, den man sich als Partner wünscht. Punkt.

    

SVP-Opposition hätte Konsequenzen

Martin Müller am 29.08.2007 @ 15:30

Wenn es nach dem von der SVP ausgemachten "Geheimplan" geht und sich die Partei in die Opposition begibt, dann wird selbstverständlich auch ein neues Logo fällig. Hier schon mal ein Vorschlag zur Güte.

Vier Liberale.Und damit mir niemand kommen kann mit "ständig auf den anderen herumhacken":

    

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