Bündner Psychotherapeuten in Zürich zulassen?

Martin Müller am 8.01.2008 @ 22:24

Laut einem Bericht in der LiZ soll eine in Graubünden anerkannte Psychotherapeutin nicht im Kanton Zürich selbständig praktizieren dürfen. Übertitelt ist der Artikel mit "Bündner Psychotherapeuten in Zürich zulassen?" Nun, interessant ist die Abhandlung im Artikel schon und man könnte sich durchaus auch darüber trefflich streiten. Indes, interessanter ist die Wirkung, die der Titel auf mich hatte. Instinktiv schrie es in mir auf: Ja nicht! Sonst erzählen den Zürchern noch mehr Leute, wie nötig die Bündner doch die Subventionen hätten, bis jene es auch noch glauben.

    

Schönes Hobby: Geld verteilen

Martin Müller am 5.01.2008 @ 22:10

Unsere Frau Egerszegi - ja die, welche letzten 1. August der Frau Calmy-Rey auf dem Rütli in der Tracht hinter her gehöselet ist (ja, das kann man auch in einem Trachtenrock) - also unsere letztjährige Nationalratspräsidentin und heurige Ständerätin, die ist ja schon immer und überall dabei, wo es ums Geld verteilen geht. Doch eins nach dem andern:

Da kommt mein Sprössling, begeisterter Trompeter in zwei Jugendmusikkorps, vor etwa zwei Monaten mit einem Unterschriftenbogen heim. Volksinitiative «Jugend und Musik» stand da als Titel drauf. Und verlangt wird, dass Bund und Kantone die musikalische Bildung fördern. So soll der Musikunterricht als Teil des Volksschulunterrichtes stattfinden. Und die Begabten sollen in Musik- und Musikhochschulen gefördert werden.

Das habe ich natürlich nicht unterschrieben, obwohl ich selber während vielen Jahren musizierte und - liesse Beruf und sonstige Beschäftigungen genügend konstant Zeit zum Üben - auch gerne weiterhin täte. Denn eins ist klar: da will sich eine Berufsgruppe einen staatlichen Honigtopf erschliessen. Millionen von Jugendlichen haben in der Vergangenheit ein Instrument spielen gelernt. Am zahlreichsten wohl zu jener Zeit, als das Spielen lernen noch mit viel Eigeninitiative verbunden war: Einen Verein suchen, ein Instrument mieten oder über einen Ferienjob finanzieren, üben, Proben besuchen, etc. Je selbstverständlicher und machbarer der Besuch einer Musikschule dank Subventionen und billigereren japanischen Instrumenten auch für Kinder weniger begüterter Eltern wurde, je kleiner wurden die Jugendmusiken und in der Folge die Korps der Erwachsenen.

So. Und nun lese ich heute in der LiZ (im MZ-Mantel, nicht online) diesen Gastbeitrag der Frau Egerszegi, wo sie sich des langen und breiten über diese Initiative auslässt und deren Vorteile preist. Und: "Zugegeben, das wird auch Kosten verursachen." Immerhin. "Es sind aber Investitionen in die Zukunft, wie bei der Unterstützung von «Jugend und Sport»". Ach so ist das, darum werden die Kinder von Generation zu Generation immer fetter, runder und unbeweglicher. Angesichts dieser Erfahrung und unter dem Aspekt, dass solcherlei nun auch der musizierenden Jugend angedroht wird, dürfen wir uns schon auf die Quitschkonzerte von Katzenmusikgesellschaften einstellen. So in 30, 40 Jahren. Sämi Schmid soll schon mal die Pamir verteilen.

Frau Egerszegi begann ihre Karriere im Dienste der Öffentlichkeit als Musikschulleiterin in Mellingen. Ein Schelm, wer dabei etwas denkt….

    

Mehr Freiheit - wirklich? II

Martin Müller am 4.01.2008 @ 22:47

Im ersten Teil von Mehr Freiheit - wirklich? stellte ich die kühne Behauptung auf, die Freiheit sei heute, trotz noch nie da gewesenem Maximum an Staat, noch nie wirklich so gross gewesen. Um dies zu untermauern zählte ich vorgängig ein paar eingängige Freiheitsbegriffe auf. Doch was sind das für Freiheiten? Sind diese Freiheiten mit jenen kongruent, die Liberale einfordern, wenn sie nach "mehr Freiheit und weniger Staat" rufen?

Subject to follow.

    

Mehr Freiheit - wirklich? I

Martin Müller am @ 15:52

Die FDP müsste sich nur wieder zurückbesinnen auf den Slogen "Mehr Freiheit - weniger Staat", dann würde es ihr schon wieder besser gehen. Das bezweifle ich hier und an dieser Stelle.

Wir haben alle Freiheiten dieser Welt: Reisefreiheit, Personenfreizügigkeit, Freiheit bei der Partnerwahl und den sexuellen Vorlieben, Freiheit zu leben oder zu sterben wo immer wir gerade Lust darauf haben, Freiheit, ein Unternehmen zu gründen, es aufzubauen und wieder zugrunde zu richten, wir haben Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und so weiter und so fort. Und das bei einem bislang noch nie dagewesenen Maximum an Staat.

Zugegeben, das ist jetzt für Liberale provokativ, doch durchaus beabsichtigt. Es geht darum aufzuzeigen, dass es schwierig sein dürfte, dem Kunden - der hier Wähler heisst - klar zu machen, für was er noch mehr Freiheit braucht, als er ohnehin schon hat, und das bei gleichzeitigem Verlust an sozialer Sicherheit, die ihm der Staat zu geben vorgaukelt.

Damit wäre nun mal die Anamnese getan. Subject to follow.

    

Klimawandelgrössenwahn

Martin Müller am 1.01.2008 @ 21:57

2008 wird das Jahr des "rent seeking" werden. Unter dem Titel "Klimawandel" wird sich selbst ein Teil des Unternehmertums in bester sozialistischer Manier über die Fleischtöpfe der Klimaumverteilungsmaschinerie hermachen. Das Terrain wird überall geebnet und vorbereitet, zum Beispiel hier. In einer Gemeinde mit dem Maximalsteuerfuss! Der Sozi spricht von "Pionieren"… und die CVP hats wieder einmal mit unterschrieben.

Dabei darf eines nicht vergessen gehen: Dieselben Politiker, welche nicht einmal im Stande sind, für die nächsten zwei, drei Jahre für stabile und bezahlbare Krankenkassenprämien zu sorgen, wollen die Temperatur in 50 Jahren um 2 Grad abkühlen. Dem sage ich Grössenwahn.

    

Weihnachtswünsche

Martin Müller am 18.12.2007 @ 21:20

Die Weihnachtszeit wird auch etwa als Zeit der Freude und der Besinnung bezeichnet. In diesem Sinne wünsche ich Allen viel Freude und etwas Besinnung. Ausser den Kommunalsozialisten aller Parteien. Bei Ihnen denen möge das Verhältnis reziprok sein.

    

Mitnahmeeffekt

Martin Müller am 7.12.2007 @ 21:46

Im 2008 sollten Sie unbedingt in Dietikon Wohnsitz nehmen. Mindestens für ein paar Wochen. Hier bezahlt der Stadtrat jedem, der ein Gasauto kauft einen Tausender in Form eines Gutscheins für die Gaszapfsäule. Er sei "überzeugt, dass mit dieser Massnahme der Entscheid für einen erdgasbetriebenen Neuwagen positiv beeinflusst werden kann", schreibt er in seiner Postulatsantwort. Es ist zu vermuten, dass die Meisten, die diese Zulagen in Anspruch nehmen, diese Nachfrage auch ohne diese Zulagen ausgeübt hätten, eben nur dankbar die Subventionen einstreichen. Ökonomen sprechen in diesem Zusammenhang von "Mitnahmeeffekt".

Im Gegenzug beantragt derselbe Stadtrat, den Steuerfuss von 120 auf 123 Prozent, das kantonale Maximum, anzuheben und hat beim Kanton Steuerfussausgleich beantragt. Das ist sozusagen die Ergänzungsleistung, wenn der Steuerkraftausgleich nicht reicht. Verkehrte Welt!

    

Effiziente Beamte

Martin Müller am 21.11.2007 @ 22:45

Mir will grad scheinen, dass wir mit der Forderung, Beamte müssten effizienter und damit mehr arbeiten, genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir bezwecken.

    

Freitod ist ein Menschenrecht

Martin Müller am 6.11.2007 @ 19:23

Wie der Tagi berichtet, hat Dignitas zwei Menschen in einem Auto in den Tod begleitet. Die Empörung des Medien-Mobs wird Ludwig A. Minelli, den ich nicht selber persönlich kenne, sicher sein, auch wenn sich schon mehr als eine Person, die noch selber dazu fähig war, im Auto ihrem Leben völlig ohne jede Kontrolle ein recht pietätloses Ende gesetzt hat. Im Gegensatz zu all den Konservativliberalen, die in letzter Zeit ein Verbot des Sterbetourismus fordern, wie auch zu jenen (pseudo?)liberalen, die meinen, mittels Verordnung von staatlicher Kontrolle und Aufsicht die Betroffenheitslobbyisten beruhigen zu können, plädiere ich vehement dafür, jene Staaten, die ihren Bürgern das Menschenrecht auf Freitod nicht gewähren, schleunigst vor den Europäischen Menschenrechtsrat zu zerren.

    

Oh Schreck: Pelli will bleiben

Martin Müller am 22.10.2007 @ 20:52

Es war nur eine Randbemerkung in irgend einer der unzähligen Elefantenrunden gestern Abend: Fulvio Pelli sagte, er wolle nun jene Kantonalsektionen auf Kurs bringen, die sich noch nicht erneuert hätten, die bereits erneuerten hätten gewonnen. Da will also einer weiterhin mit liberaler Watte gepolsterten Etatismus an die Frau und den Mann bringen. Irgendwie kam er mir vor wie Gerhard Schröder, der nach seiner knappen Wahlniederlage vor laufender Kamera die grosse Lippe riskierte. Nein, nein. Pulvio verschossen, Felli bachab.

    

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