2000 Watt sind nicht genug

Martin Müller am 2.03.2008 @ 16:53

Hoppala, jetzt hat die ETH doch noch den wunden Punkt in ihrer 2000-Watt-Gesellschaft gefunden: Den Menschen. Der will da einfach partout nicht mitmachen. Weil er doch in einem Entwicklungsland lebt und sich gerne entwickeln möchte. Deshalb hat nun, nach über einer Dekade der Träumereien eine neue Vision Konjunktur: Die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft.

Mal sehen, wann der letzte environment-driven politician das Glaubenssätzli "Die 2000-Watt-Gesellschaft ist machbar" zum letzten Mal repetiert haben wird. Wetten, dass es nicht einer dieser smarten und intellektuell unglaublich beweglichen Grünen ist?

    

Die Skeptiker sind die Optimisten

Martin Müller am 3.01.2008 @ 14:12

Ein Pessimist, pflege ich etwa zu sagen, sei nichts anderes als ein Optimist, aber mit Erfahrung. Nun muss ich das wohl leicht revidieren:

Man verachte die Skeptiker der offiziellen Klimapolitik nicht. Diesmal sind sie die wahren Optimisten.

Der uns damit beglückt, ist nicht etwa ein neoliberales Klimaleugnerschwein, nein, es ist Wolfgang Clement, seines Zeichens SPDler. Mann, das geht runter wie Oel.

    

Klimawandelgrössenwahn

Martin Müller am 1.01.2008 @ 21:57

2008 wird das Jahr des "rent seeking" werden. Unter dem Titel "Klimawandel" wird sich selbst ein Teil des Unternehmertums in bester sozialistischer Manier über die Fleischtöpfe der Klimaumverteilungsmaschinerie hermachen. Das Terrain wird überall geebnet und vorbereitet, zum Beispiel hier. In einer Gemeinde mit dem Maximalsteuerfuss! Der Sozi spricht von "Pionieren"… und die CVP hats wieder einmal mit unterschrieben.

Dabei darf eines nicht vergessen gehen: Dieselben Politiker, welche nicht einmal im Stande sind, für die nächsten zwei, drei Jahre für stabile und bezahlbare Krankenkassenprämien zu sorgen, wollen die Temperatur in 50 Jahren um 2 Grad abkühlen. Dem sage ich Grössenwahn.

    

Mitnahmeeffekt

Martin Müller am 7.12.2007 @ 21:46

Im 2008 sollten Sie unbedingt in Dietikon Wohnsitz nehmen. Mindestens für ein paar Wochen. Hier bezahlt der Stadtrat jedem, der ein Gasauto kauft einen Tausender in Form eines Gutscheins für die Gaszapfsäule. Er sei "überzeugt, dass mit dieser Massnahme der Entscheid für einen erdgasbetriebenen Neuwagen positiv beeinflusst werden kann", schreibt er in seiner Postulatsantwort. Es ist zu vermuten, dass die Meisten, die diese Zulagen in Anspruch nehmen, diese Nachfrage auch ohne diese Zulagen ausgeübt hätten, eben nur dankbar die Subventionen einstreichen. Ökonomen sprechen in diesem Zusammenhang von "Mitnahmeeffekt".

Im Gegenzug beantragt derselbe Stadtrat, den Steuerfuss von 120 auf 123 Prozent, das kantonale Maximum, anzuheben und hat beim Kanton Steuerfussausgleich beantragt. Das ist sozusagen die Ergänzungsleistung, wenn der Steuerkraftausgleich nicht reicht. Verkehrte Welt!

    

Warum investiert Sawiris?

Martin Müller am 29.09.2007 @ 22:53

In der dieswöchigen Welt liest sich - nur für Abonnenten online - ein Artikel über den "Pharao von Andermatt" (Copyright Weltwoche). Der Teaser endet mit der Frage: "Wer ist der Mann, der eine Milliarde Franken in ein abgewirtschaftetes Bergtal investiert?" Leider gelingt es Bruno Ziauddin trotz Interview in fünf Anläufen während zweier Tage an vier verschiedenen Örtlichkeiten nicht, den wahren Visionär hinter Samih Sawiris herauszuschälen. Dabei liegt doch der Grund für Sawiris’ Investment klar auf der Hand. Wenn die Grünen recht kriegen mit dem Klimawandel, dann ist Andermatt in wenigen Jahrzehnten eine aufstrebende Hafenstadt an der Nordsee. Und dann geht dort die Post ab, das sage ich Ihnen.

    

Klimaerwärmung im Fehlertoleranzband

Martin Müller am 18.09.2007 @ 16:30

Nur kurz, aber weil’s so schön ist: 55 Prozent der Wetterstationen haben eine Abweichung von > 5 Grad Celsius, 15 % eine solche von > 2 Grad Celsius. Also weichen total 70 Prozent aller Messungen um mehr als 2 Grad ab. Und daraus wird dann ein Global Warming herbeigeschnorrt. Die ganze Story auf oekologismus.de.