Blocher ist nicht mein Problem

Martin Müller am 6.01.2008 @ 20:45

Natürlich finde ich es in gewisser Weise schade, dass Herr Blocher als Bundesrat abgewählt wurde und wie das inszeniert wurde, ist unter jeder Kanone. Aber deshalb muss ich doch noch lange nicht meinen Blog mit täglichen Missmutbezeugungen zumüllen. Ich finde, die FDP hat genug eigene Probleme. Gleichzeitig hoffe ich, damit alle Anfragen zu diesem Thema beantwortet zu haben.

    

Schönes Hobby: Geld verteilen

Martin Müller am 5.01.2008 @ 22:10

Unsere Frau Egerszegi - ja die, welche letzten 1. August der Frau Calmy-Rey auf dem Rütli in der Tracht hinter her gehöselet ist (ja, das kann man auch in einem Trachtenrock) - also unsere letztjährige Nationalratspräsidentin und heurige Ständerätin, die ist ja schon immer und überall dabei, wo es ums Geld verteilen geht. Doch eins nach dem andern:

Da kommt mein Sprössling, begeisterter Trompeter in zwei Jugendmusikkorps, vor etwa zwei Monaten mit einem Unterschriftenbogen heim. Volksinitiative «Jugend und Musik» stand da als Titel drauf. Und verlangt wird, dass Bund und Kantone die musikalische Bildung fördern. So soll der Musikunterricht als Teil des Volksschulunterrichtes stattfinden. Und die Begabten sollen in Musik- und Musikhochschulen gefördert werden.

Das habe ich natürlich nicht unterschrieben, obwohl ich selber während vielen Jahren musizierte und - liesse Beruf und sonstige Beschäftigungen genügend konstant Zeit zum Üben - auch gerne weiterhin täte. Denn eins ist klar: da will sich eine Berufsgruppe einen staatlichen Honigtopf erschliessen. Millionen von Jugendlichen haben in der Vergangenheit ein Instrument spielen gelernt. Am zahlreichsten wohl zu jener Zeit, als das Spielen lernen noch mit viel Eigeninitiative verbunden war: Einen Verein suchen, ein Instrument mieten oder über einen Ferienjob finanzieren, üben, Proben besuchen, etc. Je selbstverständlicher und machbarer der Besuch einer Musikschule dank Subventionen und billigereren japanischen Instrumenten auch für Kinder weniger begüterter Eltern wurde, je kleiner wurden die Jugendmusiken und in der Folge die Korps der Erwachsenen.

So. Und nun lese ich heute in der LiZ (im MZ-Mantel, nicht online) diesen Gastbeitrag der Frau Egerszegi, wo sie sich des langen und breiten über diese Initiative auslässt und deren Vorteile preist. Und: "Zugegeben, das wird auch Kosten verursachen." Immerhin. "Es sind aber Investitionen in die Zukunft, wie bei der Unterstützung von «Jugend und Sport»". Ach so ist das, darum werden die Kinder von Generation zu Generation immer fetter, runder und unbeweglicher. Angesichts dieser Erfahrung und unter dem Aspekt, dass solcherlei nun auch der musizierenden Jugend angedroht wird, dürfen wir uns schon auf die Quitschkonzerte von Katzenmusikgesellschaften einstellen. So in 30, 40 Jahren. Sämi Schmid soll schon mal die Pamir verteilen.

Frau Egerszegi begann ihre Karriere im Dienste der Öffentlichkeit als Musikschulleiterin in Mellingen. Ein Schelm, wer dabei etwas denkt….

    

Die Linke hat die Mehrheit

Martin Müller am 12.12.2007 @ 20:33

Auf das Argument, die Linken seien Schuld am ausufernden Staat mit all seinen negativen Auswirkungen, kommt von ebendieser Seite mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Gegenargument, die Linken seien ja gar nicht in der Mehrheit. Seit heute kennen wir den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Genauso, wie heute Herr Blockher (ui, ein Freud’scher) abgewählt wurde, kommen auch all die Gesetze und Ausgabenbeschlüsse zu Stande, die wir gar so gerne der Linken in die Schuhe schieben. Wo sie ganz offensichtlich richtig plaziert sind.

    

Effiziente Beamte

Martin Müller am 21.11.2007 @ 22:45

Mir will grad scheinen, dass wir mit der Forderung, Beamte müssten effizienter und damit mehr arbeiten, genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir bezwecken.

    

Es wird eng für Ueli Maurer

Martin Müller am 15.11.2007 @ 00:26

Die Umfrage ergibt ein Kopf an Kopf Rennen im zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen. Bereits werden die Bollwerke aufgefahren für den Fall, dass es Ueli Maurer nicht schafft. Auf Seite der Freisinnigen muss der zweite Ueli, der Schlüer herhalten als Grund, weshalb Diener beliebter sein soll. Die andere Seite gibt sich moderat und appelliert an die Fairness der Freisinnigen. Und doch ist der Grund ganz woanders zu suchen: Der diktatorische Auftritt des kantonalen SVP-Präsidenten Hansjörg Frei bem Austausch seines Ständeratskandidaten bleibt bei vielen Freisinnigen unvergessen: "Entweder Unterstützung von Mauerer plus Listenverbindung, oder wir gehen alleine." So geht man nicht mit jemandem um, den man sich als Partner wünscht. Punkt.

    

Wenn Franz Steinegger hustet

Martin Müller am 27.10.2007 @ 20:23

Was um Himmels Willen hatte Katastrophen-Franz am Freitag in der Arena zu suchen? Will er Nachfolger vom Pulvio verschossen, Felli bachab werden? Gut, solange er noch länger spricht, wie hustet (bei 1h 11 min), versteht man ihn mindestens besser als seinen Nach-nach-nach-nach-nach-nach-nach-folger.

    

Blowjob für den Darbenden

Martin Müller am 21.10.2007 @ 23:04

Im Moment gefällt sich der Darbende in der Rolle des “Züngleins an der Waage”. Viel Erfolg beim Blowjob!

    

Grün gewinnt: schlecht für die Umwelt!

Martin Müller am @ 16:19

Die SP scheint im grösseren Ausmass an die Grünen zu verlieren, als ihr lieb sein dürfte. Sie wird deshalb künftig versuchen, sich mit grünen Themen wieder bei diesen Wechselwählern beliebt zu machen. Kein Zweifel, die Schweiz steht vor einer Legislatur des Ökototalitarismus. Der Umwelt wird das nichts bringen. Je mehr Geld aus dem Portemonnaie des Bürgers zwangsentfernt wird, um so weniger bleibt ihm, um sich selber umweltgerecht zu verhalten. Ein Nullsummenspiel. Höchstens.

    

Frau Galladé hat provoziert

Martin Müller am 17.10.2007 @ 21:23

Nun hat also auch Frau Galladé die Auswirkungen der Machenschaften von Linksautonomen an ihrem Haus und ihrem Auto zu spüren gekriegt. "Gegen Repression und Knast" haben die Chaoten an ihre Wand gesprayt. Das ist natürlich schlimm, ein Angriff auf die Meinungsäusserungsfreiheit und die Institutionen unseres Landes. Aber sie hat eben auch provoziert.

    

Sparpotential für Wirte bei Rauchverbot

Martin Müller am 8.10.2007 @ 10:55

Nach neustem common-sense sind Gaststuben und Sääle in Restaurants nicht mehr Privateigentum des Wirts oder Verpächters, sondern öffentliche Räume und deshalb wird künftig dort das Rauchen per Gesetz verboten sein. Wir werden uns daher daran gewöhnen müssen, dass die orangenen Männchen von der Stadtreinigung und die grünen von der Stadtgärtnerei sich nicht nur während der Znünipause in Restaurants aufhalten, sondern diese Lokalitäten auch arbeitenderweise betreten werden. Schliesslich liegt es in der Obliegenheit der öffentlichen Hand, in öffentlichen Räumen für Sauberkeit und Pflege zu sorgen. Ich begreiffe jene Wirte nicht, die sich noch immer gegen dieses Rauchverbot stemmen, bietet es ihnen doch ungeahntes Sparpotential beim eigenen Raumpflegepersonal.

    

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