Wenn Städte den Sozialfall geben

Martin Müller am 30.11.2008 @ 19:32

Ist der Ruf erst ruiniert, lebste nachher ungeniert.
Werner Kroll

Diesem Leitsatz lebt wohl eine Mehrheit von knapp 61 Prozent der Dietiker Bevölkerung nach. Diese Stadt bezieht jedes Jahr zwischen 8 und 16 Millionen aus dem kantonalen Finanzausgleich, schrammt dieses Jahr wohl nur dank der unerwarteten Entwicklung des kantonalen Finanzkraftmittels am Steuerfussausgleich vorbei und wird dank sündhaft hoher Investitionen in Hallenbad-, Freibad-, Altersheimsanierung, Zukauf von historischen Gebäuden in wenigen Jahren die Verschuldung von 0 (im Jahr 2006) auf 59 Millionen anheben. Dessen ungeachtet stimmen 61 Prozent einem völlig überteuerten Computerkonzept für die Schule mit Investitionen von fast 2.2 Millionen und wiederkehrenden Kosten von fast 600′000 Franken zu. Alle Parteien waren dafür, ausser wir Liberalen. Mit unseren knapp 12 Prozent Wähleranteil ein respektables Resultat, wie mir scheint.

    

So kommt Blocher wieder an die Macht

Martin Müller am 25.11.2008 @ 15:00

Prophezeiungen haben die negative Begleiterscheinung, sich öfter mal nicht zu erfüllen. Wer prophezeit, geht demnach ein höheres Risiko ein, als der Schweiger. Gibt dem Propheten die Zukunft aber recht, so erntet er natürlich grössere Bewunderung, als jener, der im Nachhinein behauptet, er hätte es ja schon immer gedacht. Prophezeien ist also eher was für Liberale, die mit dem Risiko des Scheiterns umzugehen wissen. Prophezeiende Sozis gibts zwar auch, doch was in der Regel passiert, wenn die scheitern, darauf wollen wir an dieser Stelle nicht näher eintreten.

Nun, ich versuch es auch mal wieder: Die Strategie der SVP in der Causa “Blocher & Bundesrat” scheint mir klar. Mit Blocher als Drohkulisse einen der ihm nahestehenden Hardliner wählen lassen. Worauf sich dieser dann Blocher als persönlichen Mitarbeiter nimmt. Et voilà! So einfach ist das. Gut, das q.e.d. muss in diesem Fall noch etwas warten.

    

Quote Of The Day

Martin Müller am 24.11.2008 @ 23:26

Kommunisten haben mit Nazis doch gar nix zu tun (was man besonders gut daran sieht, dass sie Polen aus völlig entgegengesetzten Richtungen angriffen).

DF beim Antibürokratieteam

    

Eilmeldung: Schmid trifft Putin

Martin Müller am @ 21:12

Nach dem tödlichen Unfall mit Schwarzpulver in der Pfadi Adlikon vom letzten Samstag nun noch ein grauenhafter Jagdunfall bei den eidgenössischen Friedenspfadfindern: Schmid trifft Putin. Hört denn das nie auf?

    

Ein Kommunist will frei sein

Martin Müller am @ 16:46

Der deutsche RAF-Terrorist Christian Klar wird aus der Haft entlassen. Nicht einfach so, weil er seine fünf Mal Lebenslänglich abgesessen hätte, nein, weil er sich um Entlassung bemüht hatte. Klars seinerzeitiger Kampf im Rahmen der Roten Armee Fraktion hätte der Einführung des Kommunismus dienen sollen. Einer Staatsform also, welche ihre Bürger einsperren muss. Aber er, er will natürlich frei sein. “Rüber machen” nannten die Gescheiten und die Fleissigen das bis August 1961 in Klars damaliger Vorzeigerepuplik. Wahrlich kein Leutturm für die Interessen, die er immer noch vertritt.

    

Blöde Statuten

Martin Müller am 18.11.2008 @ 19:12

Und wie sie allenthalben spekulieren. Doch an eines haben die vielen Blogs und Medien noch nicht gedacht. An die Demütigung^2. Und das geht so: Da wird nun von mir aus der Blocher Christoph und der Maurer Ueli im Zweierticket präsentiert. Dann wählen die Damen und Herren National- und Städeräte der anderen Parteien den Brunner Toni. Und schwups, ist die SVP nach ihrem Tycoon und Bundesrat auch noch den Parteipräsidenten los. Weil der ja schliesslich aufgrund der neuen Statuten automatisch ausgeschlossen wird. Schön blöd, solche Statuten, gell?

    

Sämi bleibt wohl doch

Martin Müller am 13.11.2008 @ 18:30

Warum um Himmelswillen suchen eigentlich die Parteien wie wild nach einem Nachfolger für Sämi Schmid? Der hat ja eh bis am 31. Dezember wieder vergessen, dass er demissioniert hat, oder er streitet es einfach ab. Darin hat er ja acht Jahre Erfahrung und Übung.

    

Freut euch auf Barack Obama

Martin Müller am 3.11.2008 @ 12:47

Ich freue mich auf den künftigen Präsidenten Barack Obama, auch wenn andere noch notorisch McCain feiern. Denn was hat Herr Obama seiner middle class (das sind in Amerika die mit den kleinen Einkommen) versprochen, waseliwas? Dass er die Steuern für die Wohlhabenden erhöhen wird. Das gefällt mir natürlich sehr, denn irgendwohin werden die reichen Amis schliesslich auswandern. Da wird wohl für die Schweiz auch der eine oder andere übrig bleiben. Oh, lovely country of chance! Oder auch country of lovely chance.