Ein schwarzer Tag für die Freiheit
Er wird als schwarzer Tag für die Freiheit in die Geschichte eingehen, dieser 28. September 08. Da wäre zum einen dieser Eingriff ins Privateigentum der Wirte in Zürich und in Basel (Totale Rauchverbote). Gut, der Gegenvorschlag in Zürich war nicht eben gerade ein Ausfluss besonders intelligenter Politik. Wir nehmen zu Kenntnis: Trotz einer übermässigen Marktmacht mit einem Anteil von rund 70 Prozent waren wir Nichtraucher bisher nicht in der Lage, uns auf dem Markt durchzusetzen. Also muss es nun der Staat richten und der tuts wie üblich: gründlich und total. Bleibt wohl den Wirten nur noch die Zuflucht zur Kirche der Raucher Gottes. Oder nach Nidwalden zügeln, da sind künftig Raucher- und Nichtraucherbeizen aussen angeschrieben. Die wissen noch, was sich gehört.
Dann wäre da dieser unselige Berufsbildungsfonds, in den wir künftig einzahlen müssen, wenn wir keinen Lehrling ausbilden und auch nicht in einen Branchenfonds einzahlen. Damit ist dann zwar der Solidarität genüge getan, doch es wird kaum eine Lehrstelle mehr geschaffen werden dadurch, im Gegenteil. Die Versuchung wird gross sein, sich der unangenehmen und manchmal aufreibenden Lehrlingsausbildung durch Zahlung dieses Ablasses zu entziehen. Und ich werde wohl meinen Geschäftssitz die paar Hundert Meter über die Grenze in den Aargau verschieben.
