Jetzt wird die Rega wegbesteuert

Martin Müller am 10.08.2008 @ 14:26

Eine der edleren Aufgaben eines liberalen Staatswesens ist jene, für Schutz und Rettung des Lebens seiner Einwohnerinnen und Einwohnern zu sorgen. In der Schweiz zum Beispiel betreiben die Kantone, grösseren Städte und Regionen Spitäler, denen eine Flotte von Rettungsfahrzeugen angeschlossen ist, manchmal auch ergänzt durch ein privates Angebot. Die Rettung aus der Luft hingegen ist getreu dem Subsidiaritätsprinzip privat organisiert.

Was wäre nun, wenn es die REGA, die Schweizerische Rettungsflugwacht, nicht gäbe? Dann müsste die öffentliche Hand diesen Dienst wohl selber übernehmen, weil sie sonst nicht alles täte für Schutz und Rettung des Lebens ihrer Bürger. Und das käme teuer. Denn wo der Staat sein Pfuschwerk treibt, da ist es vorbei mit Effizienz, Sparsamkeit und Umsicht. Da wird nicht gekleckst, da wird geklotzt (z.B. bei den Löhnen). Da braucht jeder, der etwas tut, selbst wenn es keinen Sinn macht, noch einen, der ihn beaufsichtigt und dieser braucht dann zwei Sekretärinnen - Parkinson lässt grüssen.

Utopie? Mitnichten. Die Mehrwertsteuerverwaltung, bei der schon unter BR Villiger die starke Hand des Chefs vermisst wurde, was sich leider auch unter BR Merz nicht besserte, ist auf dem besten Weg, diese Utopie zur Realität werden zu lassen: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/bund_will_rega_besteuern_1.803292.html

Fast wird mir der Gedanke an eine tüchtige Demo sympathisch.

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1 Kommentar »

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  1. Die Realität hat die Utopie eingeholt…
    Dass die Rega Mehrwertsteuer zahlen muss, ist eine Schande, aber wie Ihnen bekannt ist, möchte BR Merz seine Mehrwertsteuer auf allem erheben. Dass die Gesundheitskosten dadurch um Potenzen gesteigert werden, schert ihn nicht und dass die Krankenkassenprämien im Schlepptau seiner “Mehrwert-Aktion” aufschlagen, stört ihn nicht. Zahlen tun ja die Anderen…
    Mich wundert die EU-Anbiederei nicht: wenn man EU-Abgeordneter ist, kann man alle Familienmitglieder und sämtliche Geliebten für je 15.000 Euro/Monat beschäftigen. Da vergeht doch allen die Lust, die Bürokratie abzubauen.

    Kommentar von anaximander — 11.08.2008 @ 17:20

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