Frau Genner ist am ehrlichsten
Bewerbungsschreiben lassen oft tief blicken. So darf denn diese Aktion des Tagesanzeigers im Vorfeld der Zürcher Stadtratswahlen durchaus als gelungen bezeichnet werden.
Als einzige beginnt Frau Genner ihr Schreiben mit "Ich… ". Damit stellt sie ihr Ego gleich an den Anfang. Das ist natürlich ehrlich, da wissen die Stadtzürcher, was sie kriegen.
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So kann man das natürlich interpretieren. Aber als Liberaler und Mann der Tat sollten gerade Sie doch Menschen unterstützen, die etwas bewegen wollen und einen Weg aufzeigen. Oder lieben Sie eher das kollektivistische “Wir”??
Kommentar von Peter — 16.05.2008 @ 21:01
Was ich als Liberaler in den Augen anderer nicht schon alles hätte sollen, ein Leben würde mir nicht dazu ausreichen
Nein, nein, als Liberaler unterstütze ich Menschen, die etwas bewegen und einen Weg beschreiten. Wollen und zeigen ist mir dann halt schon etwas zu wenig.
Kommentar von Martin Müller — 16.05.2008 @ 21:45
Im Inserat wird eine eine ausgesprochen umsetzungsstarke Macherin bzw. ein ausgesprochen umsetzungsstarker Macher gesucht.
Da scheint jemand, die/der das Bewerbungsschreiben mit Ich möchte Ihre neue Stadträtin werden einleitet, doch hoffen, dass diese Person Entschlossenheit und Tatkraft mitbringt - aus meiner Sicht jedenfalls eher als jemand, der sein Schreiben mit Mein Name ist … einleitet. Doch an stilistischen Präferenzen alleine sollen die Kandidierenden ja nicht gemessen werden.
Ich finde die Idee des Tages-Anzeigers brillant. Dass die Kandidierenden aber mehrheitlich rein formal an einer so simplen Aufgabe scheitern würden, hätte ich nicht erwartet.
Kaum wird in den Bewerbungsschreiben auf die im Inserat aufgeführten Aufgaben und Anforderungen eingegangen. Drei der vier Bewerbungen müssen nur schon deswegen als chancenlos eingestuft werden - und das bezieht die politische Wertung noch überhaupt nicht ein.
Selten sind Personalentscheide so einfach zu fällen wie am 1. Juni…
Kommentar von Andreas Kyriacou — 17.05.2008 @ 02:15
Frage an Peter: Was soll den daran liberal sein, wenn man eine Grüne untstützt? Soweit ich informiert bin ist das Sozialdepartement bereits durch den Sozialdemokraten Waser besetzt worden und es steht somit nur noch das Baudepartement zur Verfügung. (Welches Waser vorher innehatte).
Könnt ihr euch Genner als Vorsteherin des Stadtzürcher Baudepartementes vorstellen? Was hätte dies für mögliche Folgen? Mehr Tempo 30 Zonen? Road-Pricing in der Innenstadt? Noch weniger Parkplätze? Noch mehr Politessen? Keine Hochäuser mehr in TownTown Switzerland? …irgendwie haben wir das doch schonmal gehabt. Erinnert ihr euch noch an die Ära Koch???
Kommentar von Alexander Müller — 17.05.2008 @ 08:27