Kartoffeln aus Aegypten als Chance?

Martin Müller am 20.04.2008 @ 21:29

Natürlich sind unsere Bauern gegen den Import von Kartoffeln aus Aegypten. Doch "Chäs u Anke" möchten sie dann schon exportieren können. Was die Bauern jetzt spühren, sind die Folgen eines streng regulierten Marktes, Planwirtschaft genannt. Ob die Bauern angesichts dessen bezüglich des Freihandels umzudenken beginnen? Leider hege ich wenig Hoffnung. Zu stark ist der Protest der Lobby.

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2 Kommentare »

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  1. Es ist mir absolut wurscht, ob die Frühkartoffeln aus Ägypten kommen oder aus Israel. Die besten Frühkartoffeln, das muss ich immer wieder betonen, kommen eh aus Zypern. - Unsere Bauern müssen sich damit abfinden.
    Außerdem brauchen unsere Bauern die Kartoffeln nicht mehr; sie werden enorm verdienen an der Blödheit jener Politiker, die 15% des Ackerlandes für das Füttern von Bio-Ethanol betriebenen Fahrzeugen benutzen wollen. Dass für 1 Liter Bio-Ethanol 4000 Liter Wasser geopfert werden, interessiert anscheinend keinen. Dass Getreide zur Mangelware wird, auch nicht…

    Kommentar von anaximander — 20.04.2008 @ 23:05

  2. Natürlich scheint es leicht suspekt, wenn ausgerechnet die Kartoffelbauern den Import von Frühkartoffel ethisch fragwürdig finden. Andrerseits verfolgen sie diesen Markt (egal wie verplant er ist) wohl auch am intensivsten.

    Und selbst wenn man dem Botschaftsüberbringer nicht trauen will: Das Problem, dass ein Staat Grundnahrungsmittel exportiert, währenddem seine Leute auf die Strasse gehen, weil sie nicht mehr genug zu futtern kaufen können, verschwindet nicht einfach so aus der Welt. Andrerseits ist’s auch nur gut und recht, wenn die Bauern in der dritten Welt endlich mal einen vernünftigen Preis für ihre Güter kriegen. Es bleibt wohl schwer abzuschätzen, was nun “richtig” ist.

    Kommentar von Andreas Kyriacou — 21.04.2008 @ 18:23

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