Ein Profiintrigant hätte geschwiegen
Kennen Sie den Film? Den Dok-Film über Frau Widmer-Schlumpf, mein’ ich? Wenn nicht: guckst du hier.
Ob man ihr nun glauben soll oder nicht, um das soll es sich hier nicht drehen. Vielmehr zeigt der Film ein symptomatisches Phänomen unserer politischen Möchtegern-Elite auf. Da spinnen ein paar (FF Wyss, Frösch, HH Darbellay, Levrat) eine Intrige um die Abwahl eines Bundesrats zu erreichen und sind damit sogar noch erfolgreich (was ich hiermit zur wertfreien Aussage deklariere). Doch dann lässt es deren Ego nicht zu, sich einem - diesem - Dokumentarfilm zu verweigern. Kamerapräsenz ist schliesslich alles für eine/n Mediengeile/n.
Das unterscheidet nun den stümperhaften Hobby- und Feierabendpolitiker vom echten Profiintriganten: Während Letzterer sich in Schweigen hüllt, sich nicht zu erkennen gibt und damit nach allen Seiten gefährlich bleiben kann, outet sich der Laie und steht für alle gut sichtbar als Charakterlumpen dar, dem man nie wieder sein Vertrauen schenken darf.

Absolut richtig. Der Film trieft vor Selbstdarstellungsposen. Der Schaden (bei CVP und SVP) von gestern spricht Bände.
Kommentar von Dominik — 17.03.2008 @ 07:52
Die Überheblichkeit der Intriganten kennt kaum Grenzen. Selbst Schwallers Kommentar zum langsamen Niedergang seiner Partei nach den Wahlen in St.Gallen und Schwyz lässt tief blicken. Er irrt, wenn er meint, die CVP müsse nur “ein paar Vorlagen” in Bundesbern “platzen” lassen, um die Wähler auf ihre Seite zu ziehen, schlägt fehl…
Kommentar von anaximander — 18.03.2008 @ 16:17