Die drei ersten Meuterer

Martin Müller am 22.02.2008 @ 21:35

Obwohl die FDP Fraktion die Unterstützung für die Verbandsbeschwerderechts-Initiative des Zürcher Freisinns beschlossen hat, lassen sich die folgenden Exponenten gegenteilig verlauten:

Christa Markwalder, FDP-Nationalrätin, Bern: «Sie hat den Zweck weit gehend erfüllt»

Erika Forster, FDP-Ständerätin, St. Gallen: «Jetzt reicht es»

Kurt Fluri, FDP-Nationalrat, Solothurn: «Ich habe bisher alle Korrekturen mitgetragen. Die mit der Initiative verbundene Verabsolutierung der Demokratie lehne ich nun aber ab.»

Herr Pelli, wann werfen Sie endlich diese drei Meuterer über Bord?

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6 Kommentare »

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  1. Nur so als Frage eines Aussenseiters: Ist der Preis des zweiten FDP-Bundesratssitzes nicht etwas hoch für ein Bisserl mehr an innerer Kohärenz?

    Kommentar von Andreas Kyriacou — 23.02.2008 @ 17:51

  2. Sie beziehen Sich nicht auf meinen Text, nicht? Ansonsten ich Ihre Frage nicht wirklich verstehen täte. Wie auch immer: Wenn ich mir nur schon die jüngst in aller Öffentlichkeit ausgetragenen Querelen ums Präsidium der Grünen, oder vor ein paar Jahren die Abspaltung der Scheinliberalen in Zürich vor Augen halte, dann kann ich etwa erahnen, was die Einsitznahme im Bundesrat für Ihre Partei bedeuten wird. Von dem her gesehen würde ich ganz gerne unseren zweiten Sitz lieber schon heute, denn erst morgen Ihrer Partei abgeben. Das ginge gewiss keine volle Legislatur, bis Ihr Euch daran zerrieben und aufgespalten hättet und danach wiederum zu klein wärt, um einen Anspruch zu haben.

    Kommentar von Martin Müller — 24.02.2008 @ 16:41

  3. Äh ja, mein Kommentar bezog sich tatsächlich auf den darüber liegenden Text. Einfach so ins Blaue hinaus schreibe ich eher auf meinem eigenen Blog.

    Dass die Grünen demnächst in den Bundesrat einziehen, glauben wir ja wohl beide nicht wirklich, selbst dann nicht, wenn Christa Markwalder bei uns landen würde.

    Es geht wohl eher um die Ausmarche zwischen FDP und CVP. Und da wären drei erzwungene Team-Wechsel wohl nicht ganz unentscheidend für die Ausmarche der Couchepin-Nachfolge.

    Beim Präsidium gab’s eher einen gesunden Wettbewerb als Quereleien - und das Ergebnis finde ich ganz gut. Auch wenn - das sei hier eingestanden - weder der eine noch die andere wirklich den grünen Aufbruch widerspiegeln.

    Kommentar von Andreas Kyriacou — 24.02.2008 @ 22:11

  4. Axo, jetzt schnalls auch ich. Nö, ich finde den Preis nicht zu hoch. Ich halte es da mit Joseph Schumpeters “Kraft der kreativen Zerstörung” (oder so ähnlich). Im übertragenen Sinne natürlich.

    Kommentar von Martin Müller — 24.02.2008 @ 22:32

  5. Nie. Für Pelli sind das keine Meuterer…

    Kommentar von Dominik — 25.02.2008 @ 08:01

  6. Ja, die Kraft der kreativen Zerstörung kann durchaus ein Erfolgsmodell sein: Seit der Bäumle bei uns eigene Wege gegangen ist, legen wir wacker an Wähleranteilen zu. Von daher wäre eine Abspaltung bei den Freisinnigen vielleicht tatsächlich das erfolgreichere Modell als ein half-friendly takeover der Liberalen.

    Kommentar von Andreas Kyriacou — 25.02.2008 @ 08:53

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