Die Stildebatte

Martin Müller am 12.01.2008 @ 15:30

Derzeit wird oft und vielerorts die politische Stildebatte geführt. Hier meine fünf Cents dazu:

1. Es ist nicht Sache der politischen Akteure, sich gegenseitige Stilnoten auszustellen (was sie aber derzeit vor allem tun). Dies ist dem Wahlorgan vorbehalten. (Womit ich also der Bundesversammlung explizit das Recht zugestehe, jemanden wegen oder trotz seines Stils in den Bundesrat zu wählen oder auch nicht.) Das Problem ist die erste Klammerbemerkung. Stildebatten führen uns nicht weiter.

2. Der Stil wäre sodann auch fair zu beurteilen. Jahrzehntelang konnten Linke mit ihrer Klassenkampfrhetorik über bürgerliche Politiker herziehen, diese in ein schlechtes Licht rücken. Das alles hat die linksliberale Elite nicht gestört. Noch letztes Jahr musste ich mich beispielsweise via Leserbrief im Lokalblatt als Abzocker-Freund abkanzeln lassen, obwohl ich keine der sattsam bekannten Grossverdiener auch nur einmal im Leben getroffen habe. Wenn nun aber der brachialliberale Teil der Bürgerlichen sich der selben Art bedient, dann ruft dieselbe Elite angewidert "Pfui!" Es ist diese Scheinheiligkeit, die mich zutiefst abstösst und für sämtliche noch so wohlformulierten Argumente unempfindlich macht.

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7 Kommentare »

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  1. wenn wir ihren blog durchforsten, müssen wir leider feststellen, dass sie vermutlich nicht wissen was liberal ist.

    [admin]Habe den Link entfernt. Die Knappheit und Inhaltsleere dieses Beitrags scheint mir auf simplen SPAM hinzudeuten. Sorry, wenn ich mich irre, aber wie ich anderweitig schon festhielt: Das Pöbelmonopol liegt beim Autor.

    Kommentar von rittiner & gomez — 12.01.2008 @ 17:12

  2. sie können ruhig den ganzen kommentar löschen, denn es war absolut nicht unsere absicht auf ihrem blog SPAM zu verbreiten.

    Kommentar von rittiner & gomez — 14.01.2008 @ 20:12

  3. guten tag, leider müssen wir ihnen auf diesem weg schreiben, da wir auf ihrem blog keine kontakt-formular finden.

    mein erster komentar, bezog sich eigentlich auf einen kommentar von ihnen, auf einem anderen blog, den sie als antwort auf einen kommentar von mir machten.

    im internet versuche ich mich eigentlich immer kurz zu fassen, da es sonst niemand liest.

    also nun meine bitte, löschen sie diese drei kommentare.

    auch wie man mit kommentarschreibern um geht ist eine frage des stils.

    wir wünschen ihnen eine schöne zukunft.

    Kommentar von rittiner & gomez — 15.01.2008 @ 07:27

  4. Nein, nein, das bleibt selbstverständlich. Als Selber-Blogger müssten Ihnen das eigentlich bekannt sein. In den Archiven der Suchmaschinen ist es ohnehin auf Jahrzehnte hinaus vorhanden.

    Es kann als praktisches Beispiel dienen, wie hierzulande mit fremden, einem nicht passenden Meinungen umgegangen wird: Einfach mal behaupten, der andere wisse nicht, um was es gehe. Keine Begründung, keine Erklärung, nada. So schreibt man dem anderen negative Attributte zu, die man für sich selber weit von sich weisen würde.

    Auch von meiner Seite her alles Gute.

    Kommentar von Martin Müller — 15.01.2008 @ 08:35

  5. Also ich finde das nicht schlimm, dass sie den gelöshct haben, wenn sie einen Verdacht auf SPAM haben, dann ist das ja auch berechtigt.

    Kommentar von Dascha — 15.01.2008 @ 10:45

  6. nun gut, sie wollen uns nicht verstehen. feindbilder müssen ja gepflegt werden. das der link gelöscht wurde stört uns nicht, wenn herr martin müller glaubt unser kommentar wäre nur SPAM hätte er ihn ruhig löschen können. den so wichtig nehmen wir unsere kommentare nun auch wieder nicht.
    aber wir lieben es eben ab und zu durch fremde blogs zu stöbern und wagen es eben oft sogar einen kommentar zu hinterlassen.

    Kommentar von rittiner & gomez — 15.01.2008 @ 17:37

  7. War mir eben nicht sicher. Es gibt ab und zu Kommentare, die sind mehr oder weniger sinnlos, deren einziger Zweck jener zu sein scheint, einen Link auf eine eigene Seite zu setzten. Ihrer schien mir so einer zu sein, weil die Kritik so ohne jede Begründung daherkam und der Zielblog mir völlig themenfremd erschien. Sorry habe ich schon prophilaktisch gesagt, da wiederhole ich mich nicht, und somit ist das Thema gegessen.

    Kommentar von Martin Müller — 15.01.2008 @ 17:55

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