Die Linke hat die Mehrheit

Martin Müller am 12.12.2007 @ 20:33

Auf das Argument, die Linken seien Schuld am ausufernden Staat mit all seinen negativen Auswirkungen, kommt von ebendieser Seite mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Gegenargument, die Linken seien ja gar nicht in der Mehrheit. Seit heute kennen wir den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Genauso, wie heute Herr Blockher (ui, ein Freud’scher) abgewählt wurde, kommen auch all die Gesetze und Ausgabenbeschlüsse zu Stande, die wir gar so gerne der Linken in die Schuhe schieben. Wo sie ganz offensichtlich richtig plaziert sind.

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7 Kommentare »

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  1. Sind “Links” und “Rechts” nicht relative Begriffe? Dieser offensichtliche Fakt geht nur allzu oft vergessen.

    Wenn der eigene Standpunkt so weit links ist wie meiner, kann es vorkommen, dass gewiss neutrale Berichtserstattung in gewissen Medien (und damit meine ich nicht mal die Weltwoche, sondern z.B. auch schon TeleBärn) als rechts-sympathisierend aufgefasst wird. Genau so passiert es wohl weit rechts stehenden, dass sie die Mitte nicht mehr als solche erkennen können…

    Kommentar von Guido — 12.12.2007 @ 23:35

  2. Was für eine lächerliche Aussage. Falls Sie natürlich so weit rechts stehen, dass auch ein Herr Couchepin oder ein Herr Merz links stehen, haben sie wohl recht. Andernfalls entpuppt sich Ihre Aussage als miese Stimmungsmacherei.

    Haha, heute ist ein schöner Tag.

    Kommentar von Matthias — 13.12.2007 @ 08:21

  3. @Guido: Die Mitte lässt sich nicht erkennen, denn die Mitte ist per Definition ein Punkt ohne Ausdehnung. Sie ergibt sich aus dem vorhandenen Spektrum.

    @Matthias: Diese Aussage kann man unabhängig von jeglichem Standpunkt anhand der gestrigen Ereignisse belegen. Ihr Versuch, die Perspektive zu verändern, zielt ins Leere.

    Kommentar von Martin Müller — 13.12.2007 @ 08:43

  4. Und ich suche noch immer nach den liberalen Kräften in diesem Bundesbern. Ich suche und suche, aber ich finde keine.

    Kommentar von anaximander — 13.12.2007 @ 16:45

  5. Nun, das Parlament wurde ja erst seit kurzem neu gewählt. Wer immer noch von einem Wahlsieg der SVP spricht, hat offenbar die Ständeratswahlen grosszügig übersehen. Damit verliert auch die Behauptung von SVP-Exponenten, man missachte mit der Abwahl Blochers die Umsetzung des Wählerwillens, an Legitimität. Aber wenn Sie nun offen zugeben, dass die Linken im Parlament die Mehrheit hätten, müssen Sie auch zugeben, dass diese Mehrheit dem Wählerwillen des Schweizer Volks entspricht, der diese «Linken» im Oktober eben gewählt hat.

    Kommentar von Thomas Läubli — 13.12.2007 @ 20:48

  6. @Läubli: Sie können diese Sache interpretieren, wie Sie wollen. Allein die Zukunft wird zeigen, wo das hinführt. Spekulationen gebe ich mich nicht hin. Fakt ist, dass die CVP immer mal wieder mit den Linken anbiedert, so wie sie das bereits früher betrieben hat und wie sie dies auch auf unterer Ebene tut. Gestern Abend z.B. im Dietiker Gemeinderat hat die CVP notorisch mit der SP und gegen EVP, FDP, SVP und in einer beachtlichen Anzahl Fälle auch gegen die Grünen, Budgetkürzung um Budgetkürzung abgelehnt.

    Kommentar von Martin Müller — 14.12.2007 @ 09:14

  7. Das die Linken in diesem Land die Mehrheit haben ist nicht neu. Neu hingegen ist, dass sie so gut zusammenarbeiten. Die CVP ist längst nicht mehr eine bürgerliche christlich-konservative Partei, sie ist unter der Führung von Darbellay zu einer christlich-sozialen Mitte-Links-Partei verkommen. Leute wie Edgar Oehler und Carlo Schmid sind doch schon längst Geschichte. Die CVP hat doch schon längst keinen rechten Flügel mehr, sie ist neben den Grünen und Grünliberalen zum Juniorpartner der SP verkommen.

    Kommentar von Alexander Müller — 4.01.2008 @ 02:22

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