Grün gewinnt: schlecht für die Umwelt!

Martin Müller am 21.10.2007 @ 16:19

Die SP scheint im grösseren Ausmass an die Grünen zu verlieren, als ihr lieb sein dürfte. Sie wird deshalb künftig versuchen, sich mit grünen Themen wieder bei diesen Wechselwählern beliebt zu machen. Kein Zweifel, die Schweiz steht vor einer Legislatur des Ökototalitarismus. Der Umwelt wird das nichts bringen. Je mehr Geld aus dem Portemonnaie des Bürgers zwangsentfernt wird, um so weniger bleibt ihm, um sich selber umweltgerecht zu verhalten. Ein Nullsummenspiel. Höchstens.

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5 Kommentare »

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  1. Als grüner Wähler seh ich das natürlich anders ;)

    Die grossen Umweltprobleme sind nicht von Individuen lösbar. Klar ist auch die Schweiz auf dem internationalen Parkett ein kleiner Akteur, und damit sind internationale Probleme auch von einer grüneren Schweizer Regierung nicht im Alleingang lösbar - aber Anstösse und Anregungen sind auch eine gute Sache. Trotzdem, eine Legislative welche umweltfreundlichere Rahmenbedingungen setzt wird nicht zum Nullsummenspiel für die Umwelt. Auf nationalem Parkett kann man mit der selben Investition mehr bewirken, das Stichwort “economies of scale” greift auch hier.

    Internalisierung von Externalitäten ist einerseits eine gute Sache für spätere Generationen, andererseits ein Schritt in Richtung einer ehrlicheren (wenn auch für Unternehmer kostspieligeren) Wirtschaft. Kann nicht schlecht sein.

    Kommentar von Guido — 21.10.2007 @ 16:58

  2. Nur damit man mich richtig versteht: Der Ökototalitarismus geht nicht vom Zugewinn der Grünen aus, sondern von der Tatsache, dass sich die SP wird ihren Schnitz an Evas Apfel abschneiden wollen. Die SP wird also, um den Grünen das Terrain streitig machen zu können, die Grünen punkto Konsequenz zu übertrumpfen versuchen. Was in einen Ökototalitarismus ausarten wird. Versprochen.

    Ob die “economics of scale” auch hier greift, wage ich zu bezweifeln. Im Falle der Ökologie versteige ich mich sogar zur Behauptung, dass grüne Ökonomie näher bei Wodoo liegt, als bei Wirtschaft, ohne dies allerdings beweisen zu können, weshalb ich den Vorwurf des schwachen Arguments schon jetzt akzeptiere. On verra, pflegt man sich in Pays-Sarkozy in solchen Fällen aus der Affäre zu ziehen.

    Meinen 13-Liter-Previa werde ich jedenfalls nun vorerst nicht gegen einen Pryus eintauschen, damit ich nicht auf die Schnauze falle bei der nächsten Steuerrechnung.

    Kommentar von Martin Müller — 21.10.2007 @ 20:20

  3. Diese Argumentatsionslinie ist mir neu, aber sie gefällt und sie könnte ein GHrund sein, weshalb neimand Geld für grüne Techniken und die SP kein Erfolg hat.

    Kommentar von Dominik — 22.10.2007 @ 11:22

  4. Ach, MM., wie recht sie doch hatten, damals am Sonntag, grad nach der Wahl. Der Darbende droht mit Ökoterror; wer etwas durchbringen wolle, könne dies nur, wenn die CVP einverstanden wäre… Ist das nicht schön?

    Kommentar von anaximander — 24.10.2007 @ 22:35

  5. Ökoterror? Wenig stichhaltige Argumentation find ich.

    Kommentar von saibot — 10.11.2007 @ 18:35

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