Sparpotential für Wirte bei Rauchverbot
Nach neustem common-sense sind Gaststuben und Sääle in Restaurants nicht mehr Privateigentum des Wirts oder Verpächters, sondern öffentliche Räume und deshalb wird künftig dort das Rauchen per Gesetz verboten sein. Wir werden uns daher daran gewöhnen müssen, dass die orangenen Männchen von der Stadtreinigung und die grünen von der Stadtgärtnerei sich nicht nur während der Znünipause in Restaurants aufhalten, sondern diese Lokalitäten auch arbeitenderweise betreten werden. Schliesslich liegt es in der Obliegenheit der öffentlichen Hand, in öffentlichen Räumen für Sauberkeit und Pflege zu sorgen. Ich begreiffe jene Wirte nicht, die sich noch immer gegen dieses Rauchverbot stemmen, bietet es ihnen doch ungeahntes Sparpotential beim eigenen Raumpflegepersonal.
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Jene Wirte die den Vorteil des gesparten Putzpersonals noch nicht erkannt haben, sind wahrscheinlich diese, die selber sauber machen bzw. durch den größeren Verlust der ausbleibenden Kundschaft auch von dem weggefallenen Putzkomando nicht wirklich profitieren. Öffentliche Räume hin oder her, gerade kleine Kneipen sollten frei entscheiden können, ob sie Raucher wollen oder nicht.
Kommentar von Sven — 9.10.2007 @ 10:29
Das Selbstentscheiden fällt in der Schweiz, wenn es es so weitergeht, bald ganz weg; der Staat wird uns im Namen irgendwelcher Fanatiker vorschreiben, was wir für uns persönlich zu entscheiden haben. Was Gutzwiller & Co uns eingebrockt haben mit dem “in privaten Wohnräumen gilt das Rauchverbot nicht” deutet darauf hin, dass demnächst auch noch das Privateste zum Öffentlichen wird.
Kommentar von anaximander — 10.10.2007 @ 19:48
Ich glaube nicht, dass bei einem generellen Rauchverbot die Gäste wegbleiben. Wenn man nirgends mehr rauchen darf, ist das für die einzelnen Wirte ja kein Nachteil.
Kommentar von Handy-Blogger — 19.10.2007 @ 14:48
Es geht nicht darum, zu glauben oder zu wissen, was für die Wirte gut oder schlecht ist. Es geht um die Handels- und Gewerbefreiheit. Immerhin sind rund 75% aller Einwohner Nichtraucher. Angesichts dieser geballten Ladung an Marktmacht fragt man sich als Liberaler dann halt schon, ob es nicht auch etwas mit der Faulheit und Bequemlichkeit dieser Mehrheit zu tun hat, dass es sich noch nicht für mehr Wirte lohnt, umzusteigen. Dass der Staat nun diese Faulheit noch mit einem Verbot belohnt, passt ganz gut zum Zeitgeist.
Kommentar von Martin Müller — 19.10.2007 @ 21:07
Eigentlich ist’s ja so dass sich gar nichts ändert, weil jeder ohne grosse Umstände eine Sondergenehmigung verlangen kann, wenn schon nur signifikante Umsatzeinbussen befürchtet werden müssen. Es werden also nur diejenigen Restaurants völlig rauchfrei, die schon bisher lediglich eine kleine verschämte Raucherecke hatten.
Ich finde ja, man hätte das auch richtig machen können. Wenn schon denn schon, gelästert wird eh, wie man sieht
Kommentar von Guido — 22.10.2007 @ 22:46