Die Schlacht ist eröffnet

Martin Müller am 18.08.2007 @ 17:15

Heute möchte ich hier eine Diskussion anzetteln, von der ich noch nicht weiss, wohin sie führt und ob sie nicht zum Geister-die-ich-rief-und-nun-nicht-mehr-loswerde - Effekt ausarten wird. Jedoch beschäftigt mich eine Frage schon seit Monaten, die da lautet: Für was um alles in der Welt brauchen wir eigentlich eine Armee zum Schutz unserer Grenze, obwohl diese offen ist und dank Personenfreizügigkeit aus jenen Teilen Europas, von denen aus eine Invasion technisch und logistisch realisierbar wäre, ohnehin jeder kommen kann, der kommen will?

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9 Kommentare »

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  1. Gute Frage :)

    Die Standardantwort wäre ja “die Armee erfüllt vielfältige Funktionen in einem modernen Staat, Katastrophenhilfe und, äh, Katastrophenhilfe!”. Was ja mit einem dedizierten Katastrophehilfecorps (ohne Armee-Overhead, Waffen-Ausbildung und all den Käse) nicht viel besser machbar wäre, nicht wahr?

    Ich bin mir aber nicht sicher ob eine ganz Armee-lose Schweiz denn nicht doch ein zu einladendes Ziel wäre. Eine Umstrukturierung in Richtung reine Berufsarmee kann’s auch nicht unbedingt sein, da damit die moderaten Mitglieder der Armee ausgemerzt würden und die Ausrichtung der Armee als Ganzes damit eine andere Richtung einschlagen könnte.

    Ich bin gespannt auf Meinungen :)

    Kommentar von Guido — 18.08.2007 @ 17:53

  2. Das müsste man zumindest approximativ berechnen. Erstellen Sie eine KostenNutzenAnalyse, Sie werden sehen, dass die Armee wirtschaftlich nicht Null Nutzen bringt.
    So wie Sie die Frage stellen, liegt die Antwort Nein klar auf der Hand. Was aber machen wir dann mit all den Jungs, die Räuber und Poli spielen wollen? - Und was wird, wenn wir sie abschaffen, aus den frisch ausgebildeten Rambos, die ihr Mütchen kühlen müssen?

    Kommentar von anaximander — 18.08.2007 @ 22:32

  3. Armee? Nicht abschaffen, verkaufen! Privatisieren, verkaufen, zurechtstutzen dann an die Börse damit - basta!

    Kommentar von peperoni — 19.08.2007 @ 09:55

  4. Eine Militär AG?, die dann für den Meistbietenden arbeitete, uns Gewinn brächte? - Auch eine Idee.

    Kommentar von anaximander — 20.08.2007 @ 10:50

  5. @anaximander, Nr. 2.
    Der wirtschaftliche Nutzen der Armee wäre erst einmal darzulegen. Verwechseln Sie das nicht mit Keynesianismus?

    Kommentar von Martin Müller — 20.08.2007 @ 14:56

  6. Ha, all die MannFrauJahre, die da jedes Jahr den Bach runter gehen beim Militärdienst Absolvieren haben z.B. Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen.
    Und: Nein, nein, ich bin ein Anhänger von Adam Smith

    Kommentar von anaximander — 20.08.2007 @ 16:17

  7. Ungern, aber dennoch, muss ich Ihnen vorsichtig widersprechen. Hohe Beschäftigungszahlen, die daraus resultieren, dass aufgrund von vom Staat gesetzter Rahmenbedingungen eine suboptimale Allokation stattfinden muss, beinhalten ganz gewiss keinen wirtschaftlichen Nutzen. In Tat und Wahrheit ist natürlich genau das Gegenteil der Fall.

    Kommentar von Martin Müller — 20.08.2007 @ 22:17

  8. O, dann sind wir uns einig: wir könnten den ganzen unnötigen Staatsapparat in die Wüste schicken. Stellen Sie sich mal vor, wie sich der ökologische Schaden, den Bürokraten täglich verursachen - vom volkswirtschaftlichen ganz zu schweigen - sich dezimieren liesse…

    Kommentar von anaximander — 20.08.2007 @ 23:21

  9. Ich möchte nicht in ein allgemeines Staats-Bashing abgleiten, auch wenn das sicherlich ganz interessant wäre. Mir geht es vordringlich um die Frage der Armee. Ein lokal agierendes Katastrophenhilfecorps bestehend aus zwei Abteilungen Genietruppen und zwei Abteilungen für die internationale Friedenserhaltung sollten eigentlich genügen.

    Kommentar von Martin Müller — 21.08.2007 @ 20:29

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