Kassenwarte - immer die stark pigmentierten
Warum nur, frage ich schon seit vielen Jahren, reissen sich die bürgerlichen Parteien in allen Exekutivorganen die Finanzen unter den Nagel? Jüngstes Beispiel ist der Kanton Zürich, wo Ursula Gut heute Finanzdirektorin geworden ist. Dabei ist dies doch eines der undankbarsten Ämter. Steht es gut um die Finanzen, so rühmt sich jedes Kollegialbehördenmitglied, an diesen Erfolg mindestens massgeblich, wenn nicht gar überproportional beigesteuert zu haben. Im gegenteiligen Fall hat der Finanzvorstand ganz alleine die schlechten Zahlen vor Medien und Wählerschaft zu rechtfertigen und ist so schnell einmal derjenige, "der’s einfach nicht im Griff hat". Obwohl er letztlich nur immer wieder den Mahnfinger erheben kann, während die restlichen Kollegen das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus werfen.
Da haben es z.B. die Schlieremer Stadträte viel cleverer gemacht. Die gaben dem einzigen Sozi im Gremium die Finanzen. Da kann der nun auf den Konti umverteilen, so viel er will, der Saldo bleibt immer gleich.
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