Kassenwarte - immer die stark pigmentierten

Martin Müller am 21.05.2007 @ 13:48

Warum nur, frage ich schon seit vielen Jahren, reissen sich die bürgerlichen Parteien in allen Exekutivorganen die Finanzen unter den Nagel? Jüngstes Beispiel ist der Kanton Zürich, wo Ursula Gut heute Finanzdirektorin geworden ist. Dabei ist dies doch eines der undankbarsten Ämter. Steht es gut um die Finanzen, so rühmt sich jedes Kollegialbehördenmitglied, an diesen Erfolg mindestens massgeblich, wenn nicht gar überproportional beigesteuert zu haben. Im gegenteiligen Fall hat der Finanzvorstand ganz alleine die schlechten Zahlen vor Medien und Wählerschaft zu rechtfertigen und ist so schnell einmal derjenige, "der’s einfach nicht im Griff hat". Obwohl er letztlich nur immer wieder den Mahnfinger erheben kann, während die restlichen Kollegen das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus werfen.

Da haben es z.B. die Schlieremer Stadträte viel cleverer gemacht. Die gaben dem einzigen Sozi im Gremium die Finanzen. Da kann der nun auf den Konti umverteilen, so viel er will, der Saldo bleibt immer gleich.

    

Rekordverdächtig

Martin Müller am 11.05.2007 @ 22:03

Heute um 10:00 Uhr beklagte sich die OECD über den Verlust der Artenvielfalt in der Schweiz. Bereits um 10:23 konnte Entwarnung gegeben werden: Borkenkäfer auf dem Vormarsch. Da soll noch einer sagen, wegen unserer direkten Demokratie reagierten wir halt immer sehr träge.

    

Ostblock wieder aktiviert

Martin Müller am @ 13:22

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Fall der Berliner Mauer hatte der Ostblock viel von seinem Schrecken verloren. Jetzt verbreitet er allmählich wieder Angst und Panik. Der Schweizer DJ Bobo gehört zu den ersten Opfern der neu aufflammenden Machtdemonstration. Das Schweizervolk ist empört, so die veröffentlichte Meinung. Das können wir uns natürlich nicht bieten lassen. Micheline Calmy-Rey, Aktivpolitikerin, muss nun bei der UNO sofort eine Friedenskonferenz verlangen. Und Sämi Schmid, Armeeabschaffer im Solde des Bundes, soll seinen Aufwuchskern schon mal ein wenig wachsen lassen.

    

Chaotentag

Martin Müller am 1.05.2007 @ 20:23

Alle Jahre wieder: Chaotentag 1. Mai in Zürich. Ein paar Hunderttausend Franken Sachschaden. Der Ruf nach "Durchgreifen" von Seiten der SVP NZZ (Änderung 21:41 Uhr) wird folgen so sicher wie das Amen in der Kirche. Merke: Die Freiheit wird von jenen am meisten bedroht, die sie am chaotischsten einfordern.