Propagandajournalismus

Martin Müller am 2.11.2006 @ 15:34

RSS-Feed-Meldung um 14:34 Uhr: tagesanzeiger.ch: Ein Auto ist im Gotthard-Tunnel auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Lastwagen kollidiert. Der Autofahrer starb, zwei weitere Personen wurden verletzt.

RSS-Feed-Meldung um 15:57 Uhr: presseportal.ch: Der heutige Unfall im Gotthard-Tunnel bestätigt einmal mehr das Risiko, welches der Schwerverkehr in grossen Alpentunnels darstellt. Das geltende Dosiersystem ist ungenügend. Das Risiko kann nur durch ein LKW-Fahrverbot wirklich gebannt werden.

Da steuert einer sein Auto auf die Gegenfahrbahn und dafür ist dann gleich der LKW verantwortlich, der dort zufällig entgegen kommt. Herrgott, nimm diesen Schurnis die Tastatur weg!  Oder wenigstens die Tasten V, E, R, B, O, T. Und stell die Zeit am Server von presseportal.ch auf Winterzeit um.

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7 Kommentare »

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  1. Des Journlisten Logik besagt: Wenn der Lastwagen unter das Fahrverbot gefallen wäre, wäre der PW gegen einen andern PW geknallt. Anstelle eines Toten, wären mehrere zu beklagen

    Kommentar von anaximander — 2.11.2006 @ 15:47

  2. Na na - “Tastaur wegnehmen” - also Zensur passt ja wohl nicht ganz zum Liberalismus, oder? Oder zu welchem denn?

    Kommentar von tin — 2.11.2006 @ 16:33

  3. @tin
    Liberalismus heisst nicht “anything goes”, nur dass das klar ist. Liberalismus verlangt dem Individuum ein hohes Mass an Verantwortung ab. Wer aus ideologischen Gründen - und in diesem Fall ist dies ganz sicher so - Verbote fordert, nimmt seine Verantwortung nicht wahr kann daher nicht die Toleranz des Liberalen einfordern.

    Nachtrag 17:18 Uhr: Ausserdem ist bei meinen Texten oft auch etwas Sarkasmus oder schwarzer Humor enthalten.

    Kommentar von Martin Müller — 2.11.2006 @ 17:09

  4. Liberalismus, lieber Tin, hat nichts mit laissez-faire zu tun.
    MM Sarkasmus und schwarzer Humor werden halt nicht von jedem Verstand als solche wahrgenommen.

    Kommentar von anaximander — 2.11.2006 @ 19:49

  5. @M.M.
    Nein unter Liberalismus verstehe auch ich nicht Laissez-faire - aber mind. eine gründliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Aber Ihr “Tastatur-Wegnehmen” kam etwas gar früh..

    @anaximander
    Jetzt geht das auch noch hier los mit deinen deplazierten Aussagen. Ich glaub es nicht. Aber hier kannst du wenigstens meine Kommentare nicht löschen.

    Kommentar von tin — 3.11.2006 @ 06:12

  6. @tin
    Sie unterstellen mir mit Ihrer Aussage, ich hätte mich nicht gründlich mit der Thematik auseinandergesetzt. Woher diese Gewissheit? Warum diese Selbstgefälligkeit? Wer gab Ihnen überhaupt das Recht, über mich zu richten?

    Ehm, noch was: Sie sind bei Side Effects nicht ganz ohne Grund rausgeflogen. Seien Sie das, was Sie von anderen lautstark einfordern, erstmal für sich selbst: selbstkritisch. Und bitte etwas aus der Erfahrung lernen, statt beleidigt den Spielplatz wechseln und im selben Stil weiter machen.

    Kommentar von Martin Müller — 3.11.2006 @ 08:55

  7. Nur dies: 1. Ich habe nicht vor, “den Spielplatz” zu wechseln. 2. anaximander darf es aber offenbar - das scheint sie nicht zu stören. 3. Wenn mir etwas zu schnell kam, ist das noch längst keine Selbstgefälligkeit und keine Gewissheit, schon gar kein Richten, “nur” ein Eindruck. 4. Ich werde jetzt wieder schweigen.

    Kommentar von tin — 3.11.2006 @ 12:06

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