Das Kreuz mit dem Kreuz

Martin Müller am 19.10.2006 @ 18:27

Gemäss orf.at dürfen die Schüler der Oberstufe von Roggwil/BE nicht mehr mit den roten T-Shirt mit Schweizerkreuz zur Schule. Das integriert sich fast nahtlos in die Schuluniformdebatte in Basel (siehe hier und hier)

Am besten stecken wir doch die Schüler alle in Kartoffelsäcke und nehmen ihnen alle individuellen Merkmale wie Schmuck, Handys, etc. weg. Dann ist auch gleich noch etwas in Sachen erzieherischer Dehmut getan.

Wer will, kann sich auch beim Schulkommissions-Co-Präsidenten Fredy Lindegger via gemeinde@roggwil.ch beschweren.

Nachtrag 19:55 h: Gemäss der Sendung Schweiz Aktuell auf SF wisse niemand, woher dieses Gerücht komme. Die Quelle scheint die Berner Zeitung gewesen zu sein. Die Schulkommission dementiert aufs heftigste.

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2 Kommentare »

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  1. Boah - und die halbe Bloggerszene hat sich schon auf die Roggwiler “gestürzt” und ihre Abscheu gegen solch unpatriotisches Vorgehen bekunden. Tja - hoffentlich sind da Leute lernfähig und sitzen nicht gleich jeder Ente auf…

    Kommentar von tin — 19.10.2006 @ 22:07

  2. Ausschliessen lässt sich solcherlei natürlich nie. Aber immerhin gibt man es fairerweise zu. Hier noch die Pressemitteilung der Roggwiler Schulkommission:

    Schweizerkreuz

    Medienmitteilung

    Stellungnahme zu den Medienberichten

    Im Anschluss an die Gemeindeversammlung vom Montag, 16. Oktober 2006 haben verschiedene Medien ein Votum eines Stimmberechtigten aufgenommen, der die Gemeindeversammlung darüber orientiert hat, dass an der Oberstufe Roggwil das Tragen von T-Shirts mit Schweizer Kreuzen angeblich verboten sei.

    Es besteht an den Roggwiler Schulen keine Bestimmung, nach welcher das Tragen solcher Bekleidungsgegenstände verboten ist. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde auch im Einzelfall von den Lehrpersonen nie ein solches Verbot ausgesprochen. Richtig ist indessen, dass in der Schulordnung unter dem Titel „Soziales Klima“ ne-ben der konsequenten Ablehnung von Gewalt, Rassismus, Tragen von Waffen usw. auch das Tragen von provozierender Kleidung, nicht toleriert wird. Die Schulordnung ist nicht Toter Buchstabe, sie wird im Unterricht häufig thematisiert. So sind in zwei Klassen kurz vor den Herbstferien bzw. kurz danach provozierende Kleider Gegens-tand des Unterrichts gewesen. Ziel der Thematisierung war eine allgemeine Sensibi-lisierung der Schülerinnen und Schüler auf eine mögliche Wirkung von spezieller Kleidung im sozialen Kontext. Es scheint, dass dieses im Dialog aufgearbeitete The-ma zum vorliegenden Missverständnis geführt hat.

    http://www.roggwil.ch/de/aktuelles/aktuellesinformationen/welcome.php?action=showinfo&info_id=42874

    Man muss sich aber auch fragen, was diese Kinder denn in diesem “im Dialog aufgearbeiteten Thema” vom Lehrer präsentiert bekamen, dass ein solches Gerücht überhaupt entstehen konnte.

    Kommentar von Martin Müller — 19.10.2006 @ 22:43

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